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Success Story: MSD Tiergesundheit

MSD Krems Produktion
© MSD Österreich

Der Bio-Pharma-Riese MSD investiert 400 Mio. € in eine hochmoderne Produktionsstätte in Niederösterreich. Werksleiter Dr. Martin Kern stand uns Rede und Antwort.

Wer ist MSD?

MSD (in den USA und Kanada als Merck & Co Inc. bekannt) ist einer der führenden globalen Bio-Pharmakonzerne mit Hauptsitz in New Jersey, USA. Das Unternehmen beschäftigt 74.000 Mitarbeiter, ist in 150 Ländern tätig und erwirtschaftete im Jahr 2020 einen Umsatz von 48 Milliarden US-Dollar. Mit einem starken Fokus auf Wissenschaft, Prävention und Innovation investiert MSD mehr als 25% des Jahresumsatzes in die Forschung und Entwicklung seiner Arzneimittel, Impfstoffe, Gesundheitsmanagement-Lösungen und -Dienstleistungen sowie eine umfangreiche Palette an digital vernetzten Identifikations-, Rückverfolgbarkeits- und Überwachungsprodukten.

Nach jahrzehntelanger, erfolgreicher Tätigkeit in Österreich hat sich das Unternehmen entschlossen, in einen zweiten österreichischen Produktionsstandort zu investieren. MSD Tiergesundheit erwarb ein Firmengelände in Krems, Niederösterreich, und gründete 2017 die „MSD AH Danube Biotech GmbH“.

Heute – vier Jahre später – nahm sich Manager und Werkseiter Dr. Martin Kern die Zeit, unsere Fragen zu den Hintergründen und dem aktuellen Stand dieses spannenden Projekts zu beantworten und einen kurzen Ausblick auf die Zukunft des MSD Tiergesundheit Standorts in Krems zu geben.

MSD Austria Martin Kern
© MSD Österreich

Herr Dr. Kern, warum hat sich MSD schließlich für den Standort in Niederösterreich / Krems entschieden?

„Es gab für MSD die einmalige Gelegenheit, eine pharmazeutische Produktionsstätte zu erwerben, die für die Produktion von Antigenen und Impfstoffen gebaut wurde und deren grundlegende Infrastruktur und Versorgungssysteme bereits entwickelt waren. Darüber hinaus war der größere Teil des Produktionsgebäudes noch nicht ausgebaut, hat aber den Platzbedarf für die Installation unserer Produktionsplattformen für bakterielle und virale Antigene sowie für die Impfstoffmischung erfüllt.“

Welche Faktoren waren besonders ausschlaggebend?

„Österreich, bekannt als politisch und wirtschaftlich stabiles europäisches Land der EU, war ein wichtiger Faktor für die Entscheidung, ebenso wie die einzigartige Lage in Krems. Eine im internationalen Vergleich kleine Stadt, ausgestattet mit einer interessanten Infrastruktur und der Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Arbeitskräften, angetrieben durch den Medizin- und Biotech-Schwerpunkt der Hochschule (IMC FH Krems) sowie das niederösterreichische ECOPLUS-Netzwerk. Die Größe von Krems ermöglicht auch eine rasche und gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden sowie den zuständigen Stellen beim Amt der NÖ Landesregierung. Sicher, wenn man ein Projekt mit einem Investitionsvolumen von ca. 400 Mio. EUR durchführt, gibt es einen erheblichen administrativen Aufwand in Bezug auf Einreichungen bei Behörden und Einholung der erforderlichen Genehmigungen. In Krems und in Niederösterreich haben wir uns von Anfang an sehr willkommen gefühlt und große Unterstützung durch Behörden und die Stadt Krems erfahren. „

Wie viele Mitarbeiter hat MSD Animal Health derzeit am Standort in Krems?

„Zum heutigen Stand haben wir 195 Mitarbeiter und zusätzlich 26 Arbeitskräfte von Fremdfirmen, die permanent am Standort arbeiten. Wenn man bedenkt, dass wir im August 2017 bei Null angefangen haben, bin ich sehr stolz auf die Organisation, die wir aufbauen konnten. Die Pandemie hat den Fortschritt in unseren Projekten beeinträchtigt, was auch zu einer entsprechenden Verschiebung der Einstellungen geführt hat. Zum Jahresende 2021 werden wir voraussichtlich ca. 230 Mitarbeiter an Bord haben.“

Wie viele Arbeitsplätze sollen insgesamt am Standort in Krems entstehen?

„Insgesamt rechnen wir mit 300 – 350 Mitarbeitern, wobei die Varianz von dem Schichtmuster abhängt, das umgesetzt werden muss. Die neuen und modernen Prozessanlagen, Betriebsmittel und Ausrüstungen bringen einen hohen Automatisierungsgrad mit sich, was sich auf die jeweiligen Jobprofile in der Fertigung auswirkt, auch im Vergleich zu den Erfahrungen, die wir an den anderen Standorten im MSD-Netzwerk haben.“

MSD Krems Außenaufnahme
© MSD Österreich

Ist der angekündigte Produktionsstart im Jahr 2020 zufriedenstellend verlaufen?

„Die Pandemie hat die Zeitpläne unserer Projekte und den Start der neuen Anlagen erheblich beeinträchtigt. Wir sehen uns mit einer Verzögerung von ca. 6 Monaten konfrontiert und sollten in der Lage sein, alle daraus resultierenden Herausforderungen bis Ende dieses Jahres zu entschärfen.“

Ist die vollständige Inbetriebnahme der Produktionsanlage im Jahr 2025 noch auf Kurs?

„Die Investitionsprojekte werden bis Ende des nächsten Jahres (2022) abgeschlossen sein. Was folgt, ist eine große Anzahl von Produkttransfers aus unserem MSD-Netzwerk nach Krems, die eine Einreichungen zur Änderung und Modifizierung der bestehenden Gesundheitsbehördenregistrierungen für diese Produkte erfordern. Im Jahr 2025 werden wir in der Lage sein, eine beträchtliche Anzahl von Zulassungen zu erhalten, so dass ein erstes signifikantes Volumen an Produkten durch unsere Lieferkette geschleust werden kann.“

Ein weiteres erfolgreiches Investitionsprojekt mit einer vielversprechenden Zukunft in Niederösterreich. Wir danken Dr. Martin Kern, dass er die Erfolgs Geschichte von MSD mit uns geteilt hat.

Sind Sie noch auf der Suche nach dem richtigen Standort in Niederösterreich, um Ihr Unternehmen zu erweitern?

Gerne gehen wir Ihre Ansiedlungspläne mit Ihnen durch, prüfen die Marktanforderungen und erarbeiten auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Standortvorschläge. Wir bieten Ihnen optimale Vernetzung und Unterstützung an den Forschungs-Hotspots in Niederösterreich.

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